Der RETTET DAS KIND-Tirol Bus fährt mehrmals wöchentlich mit Therapeuten der Innsbrucker Kinderklinik zu den kleinen Patienten in den entlegenen Gegenden Tirols.
Das Projekt Therapiebus wurde 1971 ins Leben gerufen. Initiator war der damalige Vorstand der Kinderklinik Innsbruck und langjährige Präsident von RETTET DAS KIND-Tirol Univ. Prof. Dr. Heribert Berger.
Damals war die verkehrsmäßige Erschließung von Tirol durch öffentliche Verkehrsmittel noch unzureichend. Vielen Eltern war eine wöchentliche Anreise mit ihrem behinderten Kind zur Innsbrucker Kinderklinik schwer zumutbar. Für den Erfolg aber ist entscheidend, dass die therapeutischen Übungen regelmäßig durchgeführt und auch kontrolliert werden. So brachte der Therapiebus von RETTET DAS KIND-Tirol Therapeutinnen und Therapeuten der Kinderklinik von Innsbruck in die Außenstellen.
In den Außenstellen erhalten Kinder mit verschiedenen Behinderungen die auf sie abgestimmten Spezialtherapien aus den Fachgebieten Physio-, Ergotherapie und Logopädie. Oft braucht ein Kind gleichzeitig zwei Therapiearten.
Zwar hat sich die Situation seit Beginn des Projektes entspannt, weil es auch in den Bezirken in der Zwischenzeit mehr TherapeutInnen gibt, aber immer noch zu wenige, welche die speziellen und aufwendigen Therapien anbieten, die z.B. spastische Kinder oder Frühgeburten mit Behinderungen benötigen.
Gerade für Eltern, die auf Grund der Behinderung ihres Kindes auch einen finanziellen Mehraufwand haben, ist das kostenfreie Angebot von RETTET DAS KIND-Tirol eine große Hilfe und Erleichterung.
RETTET DAS KIND-Tirol stellt den Bus für die Therapiefahrten zur Verfügung, zahlt die Versicherungen, Treibstoff und allfällige Reparaturen. Das Land Tirol honoriert diese Aktion seit 1974 durch die Übernahme der Kosten eines Fahrers. Die TILAK stellt die TherapeutInnen zur Verfügung.
Die Eltern sind dankbar für diese Aktion Therapiebus. Sie findet in Tirol aber auch Anerkennung. Einige der immer wieder neu benötigten Fahrzeuge wurden von großen Firmen und Serviceclubs gespendet.
Im Laufe der Jahre ist der Bus durchschnittlich ca. 40.000 km pro Jahr unterwegs. Derzeit stehen ca. 180 Kinder in regelmäßiger Behandlung, mit jährlich ca. 1.500 Therapieeinheiten.

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